Kriegsgräberpflege am Golm auf Usedom
Zusammen mit dem Volksbund e.V. fuhren am letzten Ferientag der Osterferien 13 Schülerinnen und Schüler zusammen mit Frau Pelzner und Herrn Imholz auf die Insel Usedom in eine Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte des Volksmundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, erkundeten wir den kleinen Ort Kamminke, in dem unsere Begegnungsstätte liegt. Durch die unmittelbare Nähe zur polnischen Hafenstadt Swinemünde bot sich uns auch direkt die Gelegenheit für einen ersten Stadtbummel und Einkäufe.
Der zweite Tag stand im Zeichen der Geschichte: Vormittags besuchten wir die Kriegsgräberstätte auf dem Golm. Wir erfuhren eindrücklich, warum dieser Ort existiert und wer dort begraben liegt – zum Großteil handelt es sich um Opfer der Bombardierung Swinemündes im März 1945, darunter viele Geflüchtete aus den damaligen deutschen Ostgebieten. Nachmittags ließen wir den Worten Taten folgen: Wir reinigten Gedenktafeln, befreiten Wege und Gräberfelder von Laub und putzten die Steinkreuze.
Am dritten Tag vertieften wir unser Wissen im Workshop „Flucht und Migration“. Anhand von acht Einzelschicksalen aus dem Zweiten Weltkrieg lernten die Schülerinnen und Schüler sehr anschaulich, wie unterschiedlich Migrationswege verlaufen können. Der Nachmittag führte uns auf einen historischen Gemeindefriedhof, der langfristig zu einem Gedenkpark umgestaltet werden soll. Hier packten wir tatkräftig beim Rückschnitt von Büschen und Ästen mit an.
Nach einer ereignisreichen Woche ging es am Freitag mit der Bahn zurück nach Hildesheim, wo wir gegen 20 Uhr am Hauptbahnhof ankamen.
Da wir dieses Projekt gerne fortführen möchten, haben wir für 2027 in unserer Unterkunft schon einen Termin reservieren lassen. Wenn es ausreichend interessierte Schülerinnen und Schüler gibt, dann werden wir vom 19. bis 23. April 2027 die nächsten Arbeitseinsätze dort unternehmen. Eine entsprechende Info wird Anfang des neuen Schuljahres an den 9. und 10. Jahrgang gehen.
















